Die Dreimastbark Statsraad Lehmkuhl besegelt alle Meere und Ozeane

Dreimast Bark STATSRAAD LEHMKUHL

Reisen auf der größten Dreimastbark der Welt

Die Statsraad Lehmkuhl ist eine dreimastige Bark. Eine Bark ist ein Segelschiff mit mindestens drei Masten, wobei die vorderen Masten Rahsegel tragen, deren Segel an horizontal hängenden Rahen befestigt sind, während der achter Mast ein Besansegel trägt. Bei einem Vollschiff sind alle Masten Rahsegel.

Freundschaft an Bord der Statsraad Lehmkuhl
Freundschaft an Bord der Statsraad Lehmkuhl
statsraad-lehmkuhl-grosssegler-kadetten-Hanna Thevik
previous arrow
next arrow

Eine Segelreise mit der „Statsraad Lehmkuhl“ ist weit mehr als ein gewöhnlicher Urlaub! Als Mitsegler an Bord werden Sie aktiver Teil der Schiffscrew. Kameradschaft, seemännische Fähigkeiten und unvergessliche Naturerlebnisse gehören zusammen. Sie helfen beim Setzen der Segel, halten Wache, steuern das Schiff, lernen die Navigation und – wenn Sie sich trauen – klettern sogar in die Takelage.

Wir können Ihnen keine entspannende Luxuskreuzfahrt versprechen, aber eines können wir Ihnen garantieren: Dies ist eine Reise, die Sie nie vergessen werden.

Geschichte der
STATSRAAD LEHMKUHL

Das Schiff wurde am Vorabend des Ersten Weltkriegs in Dienst gestellt und zeigte bald gute bis sehr gute Segeleigenschaften bei starkem Wind.
Kriegsbedingt konnten nur wenige Fahrten unternommen werden. Die Bark gelangte 1919 als Reparationszahlung nach England.

1923 wurde sie vom Norges Rederforbund (Norwegens Reederverband) für 425.000 Kronen auf Initiative ihres späteren Namensgebers Kristofer Didrik Lehmkuhl erworben und nach Bergen überführt. Die Namensgebung Statsraad Lehmkuhl erfolgte aus Anerkennung für dessen hervorragende Staatsdienste und den Einsatz für den Ankauf des Schiffs.

Nach Ausrüstung für eine mehrmonatige Fahrt ging das Schiff an die Bergens Skolskib Stiftelsen („Bergener Schulschiffstiftung“), die sie bis 1966 als Schulschiff betrieb. Während des Zweiten Weltkriegs, nach Beschlagnahmung durch deutsche Truppen, hieß sie kurzfristig Westwärts und wurde als Depotschiff verwendet.

1946 wurde sie nach Rückübereignung an Norwegen und Überholung wieder eingesetzt. Zwanzig Jahre später, 1966, musste das Schiff trotz finanzieller Hilfe seitens des Staates aufgelegt werden (steigende Unterhaltungskosten, rückläufige Kadettenzahl). Da ein Verkauf ins Ausland drohte, gelang es dem Reeder Hilmar Reksten, das Segelschiff 1967 für Norwegen zu erhalten.

Statsraad Lehmkuhl in den 60en

Er betrieb das Schulschiff zwischen 1968 und 1972 auf eigene Rechnung. Wegen Kürzung der staatlichen Unterstützung wurde die Statsraad Lehmkuhl erneut im Hafen von Bergen stillgelegt.

Es wurde die Stiftelsen Seilskipet Statsraad Lehmkuhl (Stiftung Segelschiff Statsraad Lehmkuhl) gegründet, die 1978 das Schiff übernahm und bis heute betreibt. Durch Verchartern an verschiedene interessierte Organisationen und später durch eigenarrangierte Fahrten trägt sich das Schiff. Unter anderem charterte die Deutsche Marine erstmals das Schiff im September 2000 mit norwegischer Stammbesatzung, um die seemännische Grundausbildung der 120 Offizieranwärter durchführen zu können, während das eigene Segelschulschiff, die Gorch Fock, in der Elsflether Werft zur Generalüberholung lag.

Während des Winters 1997/1998 wurden in der Laksevåg-Werft in Bergen umfangreiche Restaurierungsarbeiten einschließlich modernster und notwendiger Schiffssicherheitmaßnahmen durchgeführt, dies unter Beibehaltung des ursprünglichen Erscheinungsbildes.

Bei Chartereinsätzen als Schulschiff für die Königliche Norwegische Marine (Kongeleg Norsk Marine, KNM) fährt es unter deren Flagge als KNM Statsraad Lehmkuhl. Heimathafen ist die norwegische Hafenstadt Bergen.

Statsraad Lehmkuhl ist das größte und älteste Großsegelschiff der Welt, das ganzjährig im Einsatz ist. Sie ist einzigartig aufgrund ihrer Kombination aus Alter, Größe und ganzjährigem Betrieb.

Im Jahr 2019 wurde sie mit einem Hybridantriebssystem ausgestattet, das unter Segeln durch Umkehrung der Propellerdrehung elektrische Energie erzeugt.

Die Statsraad Lehmkuhl ist das ganze Jahr unterwegs, ihre Routen führen weltweit durch alle 5 Kontinente, siehe Beispielkarte der gesegelten Destinationen

Mehr über die STATSRAAD LEHMKUHL erfahren

Technische Details

Andere Namen: »Großherzog Friedrich August« 1914-1917
»Westwärts« 1923-1943
»Statsraad Lehmkuhl« ab 1923
Schiffstyp: Dreimastbark
Takelung: Bark
Anzahl Masten: 3
Schiffskörper: Stahl
Bauwerft: Joh. C. TecklenborgGeestemünde
Baunummer: 263
Stapellauf: 14. Januar 1914
Eigentümer: Stiftelsen Seilskipet Statsraad Lehmkuhl
Heimathafen: Bergen, Norwegen
Flagge: Norwegen (NO)
IMO-Nummer: 5339248
MMSI-Nummer: 258113000
Rufzeichen (Call Sign): LDRG
GT (Gross Tonnage): 1.701 t.
DWT (Deadweight): 1.516 t.
Länge über alles: 98,0 m, Schiffskörper 85,2 m
Breite des Rumpfes: 12,6 m.
Tiefgang: 5,2 m.
Höhe der Masten: 53 m über Wasser
Segelfläche: 2.026 qm2
Antriebsmaschinen: Dieselmotor 1.125 PS
ständige Besatzung und Kadetten: 24 / 180 Personen
Kapazitäten bei Ausbildungsreisen: 65 Personen (zahlende Gäste – Trainees)
Unterbringung der Trainees bei Segelfahrten mit Übernachtung an Bord: in Mannschaftskabinen, in Hängekojen
Kapazitäten bei Tagesfahrten (Unterbringung an Wetterdeck) ca. 180 Personen
Unterbringung der Gäste bei Charterfahrten im Schiff: ca. 120 Personen im Auditorium und Schiffsbar
Verwendung: Schulschiff / Charterschiff

 

Nach oben scrollen